Warum gefrieren Bäume nicht ?
Ein Baumstamm ist aus verschiedenen Schichten aufgebaut, von denen nur die Leitgewebe und das so genannte Kambium (die hohlzylinderförmige Wachstumsschicht) mit Pflanzensaft gefüllt sind. Sie sind die lebenden Anteile des Baumstammes und bilden eine dünne Schicht unter der Rinde. Hier findet auch das Dickenwachstum des Baumes statt: Zellen im Kambium bilden nach innen Holz und nach außen Bast, das im Verlauf der Zeit zur Borke wird. Die Borke besitzt viele Lufteinschlüsse und bildet dadurch eine Wärmedämmung.
Zusätzlich besitzen die Bäume eine Art Frostschutzmittel. Die Zuckerverbindung und der Eiweißstoff in ihrem Zellsaft senken ihren Gefrierpunkt. Die einzigen Schwachpunkte in dieser System sind das Kambium und das Leitgewebe. Da diese Bestandteile Zellsaft besitzen, welcher gefrieren kann. Es kommt vor allem bei jungen Bäumen vor, welche mehr Flüssigkeit in sich haben als ältere, dass Eiskristalle die Gewebestruktur zerstören und somit der Baum den Winter nicht überlebt. Den meisten Bäumen macht nicht die klirrende Kälte zu schaffen, sondern der Beginn und das Ende der kalten Jahreszeit, da zu diesem Zeitpunkt die Schutzmechanismen noch nicht voll aktiviert sind.





